Thraker

Der Thraker, der sich gegen die Götter empört

Die Thraker haben die Gewohnheit, bei Gewitter mit Pfeilen zu schießen, um sich gegen Donner und Blitz zu wehren. Dieselben Thraker, die den Himmelsgott Zeus nicht anerkennen wollen, schießen brennende Pfeile gegen den Himmel, um dem Gott Zeus zu demonstrieren, dass sie keine Angst vor ihm haben und dass sie selbst über ihr eigenes Leben und Schicksal herrschen. 
Dieses Ritual geht auf den Drachentöter-Mythos zurück und veranschaulicht, wie der Donnergott mit seinen Blitzen in einem Kampf den Drachen besiegt. Der Drache, als ein Sinnbild des Chaos, als ein Ungeheuer, wird mit den Gewitterwölken identifiziert. Das Schießen in den Himmel ist ein Ausdruck der Auseinandersetzung/des Gegensatzes zwischen den ewigen Feinden.

Während dieses Rituals wird die Rolle des Gottes von den thrakischen Königen oder Helden übernommen, die gegen den Himmel schießen.

07.05.2020